28 September 2010

First School Day

Der erste Schultag ist hier so eine Sache. Wann meiner hier war, weiss ich deswegen auch nicht so genau.
Geplant war er für letzte Woche Dienstag. Doch kam dann spontan(?) ein Feiertag dazwischen, an den sich die Ghanaer erinnerten. Es war der Geburtstag des ersten Präsidenten, der zum Schulausfall beitrug. Also verbrachten wir den Feiertag, der auch Fabians Geburtstag war, am Strand und kamen wieder mit zahlreichen Kindern in Kontakt, die ausgesprochen anhänglich waren.
Mittwoch sollte es dann endlich in die Schule gehen. In der Vornacht rief Paschal, unser Mentor, mich an und sagte mir, dass wir um 10oo abgeholt werden. Zu der Zeit (es war so 223o) waren wir schon alle längst im Bett, da Jacob uns vorher sagte, dass er uns um o8oo abholen würde. Also mal wieder eine spontane Änderung. Wir waren dann aber um 10oo fertig und warteten auf Paschal. Irgendwann so gegen 113o kam dann Jacob mit den anderen, die ebenfalls seit 10oo gewartet hatten. Das Auto musste wohl noch repariert werden. Dann endlich wurden wir nach und nach an unsere Schulen gebracht. Katha und ich waren aber nur so ca. 2 Minuten an unserer Schule, da bisher kaum Kinder da waren und es eh nur Vorbereitungen für ein feierliches Programm gab. Wir haben die Direktorin begrüsst, sind dann wieder gefahren und sind Donnerstag erneut zur Schule gefahren, um dem Festakt beizuwohnen. Es wurde ein neues Gebäude zur Höruntersuchung eingeweiht und zu dem Ereignis kamen extra die Minister und andere Offizielle aus Accra und umzu. So lernten wir die Schule etwas näher kennen, zumal uns Nancy, eine amerikanische Freiwillige herum geführt hat. Wir hofften für eine ordentliche Schuleinweisung dann auf Freitag, wurden aber wiederum enttäuscht. Eine schwedische Projektgruppe kam zu Besuch und benötigte einige Zeit für ihr Vorhaben, so dass ein geplantes Lehrertreffen nicht stattfinden konnte.
Am Montag fiel das Treffen ebenfalls aus, da ein paar andere organisatorische Dinge dazwischen kamen. Immerhin konnten wir der Direktorin unsere Schwerpunktswünsche geben, in der Hoffnung, dass sie beachtet werden. Aber wir haben dann in die verschiedenen Klassen geschaut und uns vorgestellt mit den wenigen Gebärden, die wir bisher können. Emmanuel, der Lehrer von Klasse 3, hat uns für ein paar Minuten zur Seite genommen und einige Gebärden beigebracht. Es hat richtig Spass gemacht, aber war auch sehr anstrengend sich sowohl alle Buchstaben, Zahlen als auch einige Worte und Sätze zu merken. Während des Herumgehens kamen wir auch mit den Kindern in Kontakt, welche eifrig nach unseren Namen fragten.
Heute fand dann endlich das ersehnte Teachers Meeting statt. Es wurde vor allem um den Stundenplan drumrum diskutiert und war meiner Meinung nach wenig konstruktiv. Unsere Wünsche wurden aber erfüllt und so darf ich nun zumindest erst einmal in der 5ten Klasse im Unterricht assistieren und weiter die Gebärdensprache lernen. Weiteren Unterricht darin hatten wir heute von Christian, einem anderen Lehrer, als auch von einigen der Schüler, die uns eifrig und viel zu schnell nacheinander neue Gebärden zeigten. Etwas wird aber hängen geblieben sein.

An die Gemächlichkeit und spontanen Änderungen muss ich mich hier wohl noch stark gewöhnen. Es tritt bei vielen Gelegenheiten auf und zieht sich bisher durch alle Bereiche. Ich denke aber, dass ich mit der Zeit damit zu Recht komme und mich weniger darüber aufrege.

Die ghanaische Gebärde für Deutschland ist übrigens auch die Gebärde für Schmetterling. Ich werde dem Grund mal nachgehen.

25 September 2010

Beach Kids

Nun gibt es ein paar weitere Bilder der vergangenen Tage, welche ich am Strand aufgenommen habe. Ein paar erste Eindrücke zu den Kindern hier vor Ort in Cape Coast und dem Geniessen des Strandes unsererseits.

Die Mädels mit hinterherlaufenden Kids in Elmina beim Castle (im Hintergrund)

Juraj, Jacob und Fabian beim Baden im Atlantik

zwei der Straßenverkaufskinder, die uns öfters begegnen


Kristina überrascht von den Wellen

Der Strand am Castle in Cape Coast

auf dem Weg zurück durch die Stadt von Kindern umringt

24 September 2010

Erster Besuch

Kaum war ich in Cape Coast angekommen, hat sich auch schon der erste Besuch angekündigt. Wie ich glaube ich schon einmal schrieb, war Tanja mit Maren und Tabea, zwei Freundinnen, 5 Wochen in Ghana auf einer Rundreise unterwegs und zum Ende hin stand Cape Coast auf ihrem Programm. Da wir ein ziemlich geräumiges Haus haben, konnten sie hier unterkommen und im Austausch gaben sie uns viele Tipps und Hinweise für den Alltag in Ghana und zum Reisen. Von Geheimtipps, über Touristenflecken zu verschiedenen Essensgerichten war alles dabei. Meist haben wir zwar verschiedenes Programm verfolgt, doch morgens und abends aßen wir meist zusammen und konnten uns über Ereignisse und Auffälligkeiten unterhalten. Maren nutzte die Tage, um ihre Gastfamilie und andere Bekannte zu besuchen, die sie bei ihrem halbjährigen Aufenthalt vor 5 Jahren kennen gelernt hatte.
Es war schön die drei für Tage von Dienstag bis Sonntag da gehabt zu haben, da wir einiges von ihnen mitnehmen konnten. Aber besonders habe ich mich darüber gefreut Tanja nach langer Zeit mal wieder zu sehen. Wir schafften es ja nicht uns mal in der Heimat zu treffen und so mussten wir es eben hier in Cape Coast nachholen. Ein ungewöhnlicher, dafür umso schönerer Ort. Aber mit den ungewöhnlicheren Orten für Treffen haben Tanja und ich es ja. 2oo5 feierten wir Silvester in Dublin, obgleich wir zu der Zeit in England bzw. Schweden wohnten. Mal sehen, wo wir uns das nächste Mal begegnen.

21 September 2010

Elmina Castle

Den Sonntag haben wir als WG als Ausflugstag benutzt. Wir sind mit dem Trotro nach Elmina gefahren, um uns dort das Castle anzusehen. Zwar hat Cape Coast auch ein ähnliches Castle, doch wollten wir noch einmal raus aus der Stadt, da wir nun schon einige Tage hier sind und ungeduldig auf unseren Projektstart warten. Dieser sollte eigentlich heute sein, doch dann fiel den Ghanaern ein, dass Feiertag ist und somit starten die Schulen erst morgen...
In Elmina schauten wir uns zunächst etwas um, bevor wir ins Castle gingen. Wir machten eine Führung mit und erfuhren so von der grausamen Geschichte der Versklavung und Verschiffung der afrikanischen Menschen durch die Europäer. Die Menschen wurden aus vielen Ländern Westafrikas bis zur Sahara in den Norden zusammen gesucht und an die Küste getrieben. Auf dem Weg starben zahlreiche von ihnen, ebenso weiter im Castle, wo sie auf engstem Raum zusammen gepfercht wurden. Weiterhin überlebten einige nicht den Weg auf See bis nach Amerika oder Europa.

Elmina Castle vom Strand aus

Die Führung war sehr interessant und aufschlussreich. Genauso regte sie auch zum Nachdenken an, vor allem die Bemerkung unseres Guides am Ende. Zusammen können wir stark sein. Wir sind alle eins. Die Menschen haben ihre Vergangenheit akzeptiert, aber nicht vergessen. Aufgrund dieser Geschehnisse versuchen sie anders zu handeln und verurteilen nicht die Menschen, die ihren Vorfahren diese Dinge angetan haben. Ich habe es hier bisher so erlebt und freue mich auf die weitere Zeit mit den Menschen in Ghana, die trotz widriger Verhältnisse das positive im Leben sehen und mit dem wenigen, das die haben, sehr gut zurecht kommen.

Nachts in den Strassen...

Gestern Abend war ich das erste Mal in der Dunkelheit in Cape Coast unterwegs. Etwas mulmig war das Gefuehl schon, aber da ich mich generell sicher fuehle, war das unangenehme Gefuehl schnell wieder verschwunden. Viel mehr war ich nach wenigen Schritten ausserhalb des Taxis recht bedrueckt. Wir sind einige Meter gelaufen, um unser Ziel zu erreichen und haben uns nicht ganz vorfahren lassen. Das, was wir dann sahen, war ein wenig schoener Anblick.
Ueberall an der Strasse lagen die Menschen auf den Trittsteinen, neben den Abflussrinnen, zwischen den Marktstaenden in Tuecher eingehuellt und versuchten zu schlafen. Sie erinnern an aufgebahrte Leichen. Selbst die kleinsten von ihnen lagen alleine zusammen gekauert unter freiem Himmel. Viele von ihnen scheinen kein festes Dach ueber dem Kopf zu haben oder die kleine Huette ist zu eng fuer eine ganze Familie zum Schlafen. Die Menschen sind den umherfliegenden Moskitos (welche ich bisher kaum mitbekommen habe...) schutzlos ausgeliefert. Ebenso koennen sie schnell von jedem anderen ausgeraubt, verpruegelt, vergewaltigt oder gekidnappt werden.

Dieser Anblick setzte mir schon zu und war das bisher schrecklichste Erlebnis, welches ich erlebt habe. Doch leider muss ich wohl noch von Schlimmerem ausgehen und damit rechnen diesem auch zu begegnen.

Wir in Deutschland koennen froh sein, dass es uns so gut geht. Werdet euch dem Luxus bewusst und geniesst ihn massvoll.

17 September 2010

Impressions

Hier ein paar Eindrücke der ersten Tage aus Cape Coast.

Sarah, meine Mitbewohnerin, beim Kochen über offenem Feuer
Blick über Cape Coast 
Am Strand von Cape Coast. Den ganzen Müll sieht man auf dem Bild nur schlecht...
Fischer bei ihrer harten Arbeit am Strand
Kristina, meine Mitbewohnerin, beim Fufu-Essen 
alle Freiwilligen von der Anreise und Gäste um Tanja herum beim gemeinsamen Abendessen

Tighanas Abenteuer, Part I

Tighana hat sich in ihrer neuen Heimat in das erste Abenteuer gewagt. Zusammen mit 10 weltwärts-Freiwilligen und 2 Ghanaern machte sie sich bei prallem Sonnenschein in einem Trotro auf den Weg in den Kakum-Nationalpark etwas nördlich von Cape Coast. Dort erwartete sie der grösste Walkway der Welt: der Canopy Walkway.
Der Weg dorthin war von Missverständnissen, Verspätung und anderen unvorhersehbaren Zwischenfällen geprägt, senkte aber nicht die Abenteuerlust der wagemutigen Freiwilligen.

Tighana auf dem Walkway
Blick auf den Regenwald



Katha - meine Projektpartnerin

Die Aufregung den Walkway zu überqueren war Tighana anzusehen und sie traute sich kaum aus ihrer sicheren Umgebung heraus. Doch dann fasste sie Mut und machte sich wie die anderen auf den Weg. Über mehrere schwankende Brücken erreichte sie Baum um Baum und schliesslich wieder festen Boden unter den Füssen.
Von den Brücken hatte sie eine tolle Aussicht über den Regenwald, sah aber nur Ameisen und Schmetterlinge; keine fressbaren Säugetiere. Die Insekten liess sie links liegen als sie vom Mittagessen hörte und freute sich umso mehr darauf. Zusammen mit zwei grossen Batzen Fufu und etwas Suppe gab es Antilopenfleisch. Sie leckte ihre Zähne und genoss das leckere Fleisch. Das Fufu beachtete sie erst gar nicht und liess es für die Freiwilligen zurück, welche mit der Essweise (nur die rechte Hand benutzen und fleissig schaufeln) schon genug zu tun hatten.


Die Gruppe beim Überqueren der Brücken

Anna und Imme beim Fufu-Essen
Mit vollem Magen und einem tollen Erlebnis ging es dann zum Ausruhen zurück in die Stadt

15 September 2010

Auf der Suche nach Kohle

Der Marktplatz ist derzeit unser täglicher Anlaufpunkt, um frisches Gemüse und andere Dinge zum Kochen zu kaufen. Ein Marktstand ist dicht neben den anderen gedrängt und dazwischen ist kaum Platz zum Durchgehen. Wenn einer entgegen kommt, muss man sich schon dünn machen. Noch schwieriger wird es, wenn einer der Ghanaer mit einem riesigen Teller Obst, Gemüse, Nüssen oder ähnlichem auf dem Kopf durch die engen Gassen läuft.
Die Marktfrauen sind sehr freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen. Sie geben uns Kochtipps, wie wir am besten mit ghanaischen Früchten kochen können, packen uns mehr ein, als wir eigentlich bezahlt haben und helfen uns bei der Suche nach Waren, die wir bei unserem Rundgang nicht entdecken konnten. So war es gestern mal wieder, dass wir Plantain (Kochbanane) schon gekauft hatten, aber nicht genau wussten, was man dazu essen kann. Die Marktfrauen erzählten es uns daraufhin und gaben uns Tipps für die Zubereitung. Beim Kaufen der Sachen packen sie uns dann mehr ein, als wir für den abgemachten Preis bekommen hätten.
Sehr faszinierend war dann gestern die Hilfe einer Frau auf der Suche nach Kohle für unsere momentan offene Kochstelle, da es in der Stadt immer noch kein Gas gibt und wir unsere Herdplatten somit nicht benutzen können, da unser Gas auch leer ist. Nach einigem Fragen verschiedener Frauen wusste diese Marktfrau dann, wonach wir suchten und wo wir es auch finden können. Kurzerhand sagte sie ihrem Sohn, der mit seiner kleinen Schwester im Arm in der Nähe stand, dass er uns den Weg zeigen solle. Er führte uns dann schnell durch den Markt über die Strasse auf einen anderen Markt zu einer Frau, welche Kohlen verkaufte. So konnten wir unseren Bedarf stillen und waren sehr froh über seine Hilfe. Auf dem Weg zurück aus dem Markt stand dann die Frau, welche wir nach den Kohlen gefragt hatten. Sie vergewisserte sich bei uns, ob wir denn auch das gefunden haben, wonach wir suchten. Wir sagten ihr, es sei alles wunderbar und waren sehr dankbar für die tolle Hilfe. Im Grunde können wir es jetzt kaum noch glauben, wie sehr sie sich engagiert haben, um uns zu helfen.
Viele Menschen hier und auch besonders auf dem Markt sind uns gegenüber bisher sehr freundlich entgegen gekommen. Ich hoffe weiterhin, dass es nicht an der Hautfarbe liegt, sondern dass sie allgemein gerne hilfsbereit und fröhlich sind.
Insbesondere mit den Kindern macht es sehr viel Spass, die uns vermehrt auffallend „Oburoni“ rufen. Gestern auf dem Markt habe ich dann „Obibini“ (Schwarzer/Afrikaner) zurückgerufen und da sind die Kinder dann fast ausgeflippt und haben sich total gefreut. Sie rannten auf und ab, holten weitere Kinder hinzu, lachten herzlich und riefen weiter Oburoni. Den Müttern war es fast schon unangenehm, aber als sie sahen, dass wir auch unseren Spass hatten, machten sie sich keine Sorgen mehr.


Meda w´ase Ghana! (Vielen Dank, Ghana!)

12 September 2010

Oburoni, Oburoni!

Nach einem weiteren langen Flug, vor welchem noch Sarah und Fabian zu uns gestoßen sind, sind wir am Freitagmittag endlich in Accra gelandet und wurden dort auch empfangen. Jedoch mussten wir noch einige Zeit auf unseren Mentor warten und hatten dann Probleme mit dem Kühlwasser, so dass wir erst 3h später auf dem Weg nach Cape Coast waren. Es war eine abenteuerliche Fahrt durch die Stadt und Dörfer auf der Strasse entlang der Küste, welche wir aber gut überstanden und dann spät abends in unsere WGs aufgeteilt wurden. Ich wohne nun mit Kristina, Sarah und Katha zusammen in einem grossen und ehemaligen Guesthouse. Noch ist Sascha, einer der „alten“ Freiwilligen, vor Ort und er hat uns gestern viel geholfen uns in der Stadt zurecht zu finden und uns gezeigt, wo wir welche Sachen kaufen können und was der Preis dafür ist. Auf unserer Tour durch die Stadt sind wir auch auf die anderen Freiwilligen gestossen, welche ebenfalls von einem demnächst ausreisenden Freiwilligen geführt wurden.

Das Laufen in der Stadt war spannend. Menschen überall, hupende Autos dazwischen und jeder will irgendetwas verkaufen. Alle Arten von Waren werden angeboten. Zumeist kann man Lebensmittel kaufen, aber auch Schmuck, Schuhe und diverse Elektrogeräte und Filme werden einem ständig angeboten. Gleichzeitig fiel mir die Armut auf, die viel herrscht. Diese schreckt die Menschen aber nicht von ihrer Fröhlichkeit und Heiterkeit ab. Oft sah man bei den Menschen ein Lächeln und vor allem die Kinder freuten sich uns zu sehen. Manchmal kamen welche angerannt, riefen „Oburoni, Oburoni“ (Weisser/Europäer) und fassten uns an. Andere wiederum beäugten uns skeptisch und sagten kein Wort oder aber sie ignorierten uns ganz.

Es ist eine ganz andere Welt, in der ich nun bin und mich erst einmal zurecht finden muss. Ich falle von der Hautfarbe auf und werde von den Leuten wahrscheinlich gleich in eine Schublade gesteckt. Aber ihnen würde es bei uns in Deutschland nicht anders ergehen. Von daher erfahre ich hier wohl ein ähnliches Gefühl eine auffallende Minderheit zu sein, an die bestimmte Erwartungen gehängt und danach behandelt zu werden. Ich werde es sehen.


Me ho yε (Mir geht es gut)

10 September 2010

Dubai

Ein kurzer Zwischenruf aus Dubai:
Wir sind etwas verspätet gelandet, konnten aber in der Emirates Lounge kostenlos essen und trinken. Nun haben wir sehr spartanisch unser kleines Nachtlager auf dem Fussboden und wenigen Schlafsesseln aufgeschlagen, um bis morgen früh (will heissen in 3,5h) zum Boarden noch ein wenig Schlaf zu bekommen.
Wir sind mitlerweile mehr geworden ;-) Beim Check-In in Hamburg kannte ich nur Juraj. Im Flieger kamen dann noch Jacob und Imme dazu. In Dubai beim Aussteigen warteten dann Kristina und Jakob auf uns, welche im gleichen Flieger sassen wie wir anderen auch. Und eben bei der Schlafplatzsuche sind wir quasi über Katha und Anna gestolpert, die aus München kamen und morgen früh mit uns weiterfliegen. Nun sind wir schon 8 Freiwillige und wir werden alle in Cape Coast in Projekten arbeiten. Mal sehen, ob wir noch mehr werden ;-)

Nun aber erst einmal gute Nacht und dann gibt´s später den nächsten Eintrag als Aufklärung zur weiteren Reise.

09 September 2010

Fly, fly away

Time has come. Finally. Soon I will head off to the airport to catch my plane to Dubai and then to Accra. I will meet with a couple of other volunteers in Hamburg and together we are going to Cape Coast for our volontary services in different schools.
As I havent been there yet I dont know what to expect and I am really curious about the situation of living in Ghana. The only thing I know is that it will be totally different from the way I know so far!
I will let you know the things I will discover.

Ye fre me Christian and I am moving to Ghana - today!

06 September 2010

Fernzug?!

Die Euphorie und Vorfreude ist mitlerweile so gross, dass ich bereits auf gepackten Taschen sitze. Dabei wollte ich eigentlich nur mal schauen, ob meine rausgelegten Sachen alle in meinen Reiserucksack und den Koffer passen und nun ist alles verstaut. Und ich habe noch Platz! Zumindest gewichtstechnisch ist noch ein kleiner Spielraum, den ich vielleicht noch ausnutze, wobei mir immer mal wieder ein paar Dinge einfallen, die auch noch mit müssen. Ansonsten kann ich die Taschen aber bis Donnerstag gepackt lassen, da ich noch alles genug vorrätig habe und durch ein Ein- und Auspacken nur wieder Dinge vergessen würde, die ich nun schon habe.
Ebenso habe ich mich mitlerweile von den meisten Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten verabschiedet. Letzte Woche Abschied aus Oldenburg, dieses Wochenende und heute mit der Familie und Freunden aus der Heimat. Bis Donnerstag geht es noch ein wenig weiter und dann ist am Flughafen Endstation. Endstation für alle Lieben von zu Hause. Zumindest vorerst. Vielleicht kommt mich ja der eine oder die andere besuchen :-)

Die Endstation ist aber auch Startpunkt. Ein Start für mich in ein neues Leben, wie es verschiedener wohl nicht sein könnte. Ich bin der Ferne, dem Neuen, dem Unbekannten verfallen. Die Reize sind stark und ziehen mich in ihren Bann und ich kann mich ihnen nicht entziehen. Ist es ein Fernzug, der mich überrollt und holt? Oder ist es doch nur ein lahmer Güterzug, der mich als Ware sieht und nur deswegen nach Ghana bringt? Ich werde es erst dort erfahren und lasse es euch dann wissen.

Kwa Heri! (Auf Wiedersehen auf Kisuaheli - das interkulturelle Lernen hat bereits begonnen ;-))