06 September 2010

Fernzug?!

Die Euphorie und Vorfreude ist mitlerweile so gross, dass ich bereits auf gepackten Taschen sitze. Dabei wollte ich eigentlich nur mal schauen, ob meine rausgelegten Sachen alle in meinen Reiserucksack und den Koffer passen und nun ist alles verstaut. Und ich habe noch Platz! Zumindest gewichtstechnisch ist noch ein kleiner Spielraum, den ich vielleicht noch ausnutze, wobei mir immer mal wieder ein paar Dinge einfallen, die auch noch mit müssen. Ansonsten kann ich die Taschen aber bis Donnerstag gepackt lassen, da ich noch alles genug vorrätig habe und durch ein Ein- und Auspacken nur wieder Dinge vergessen würde, die ich nun schon habe.
Ebenso habe ich mich mitlerweile von den meisten Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten verabschiedet. Letzte Woche Abschied aus Oldenburg, dieses Wochenende und heute mit der Familie und Freunden aus der Heimat. Bis Donnerstag geht es noch ein wenig weiter und dann ist am Flughafen Endstation. Endstation für alle Lieben von zu Hause. Zumindest vorerst. Vielleicht kommt mich ja der eine oder die andere besuchen :-)

Die Endstation ist aber auch Startpunkt. Ein Start für mich in ein neues Leben, wie es verschiedener wohl nicht sein könnte. Ich bin der Ferne, dem Neuen, dem Unbekannten verfallen. Die Reize sind stark und ziehen mich in ihren Bann und ich kann mich ihnen nicht entziehen. Ist es ein Fernzug, der mich überrollt und holt? Oder ist es doch nur ein lahmer Güterzug, der mich als Ware sieht und nur deswegen nach Ghana bringt? Ich werde es erst dort erfahren und lasse es euch dann wissen.

Kwa Heri! (Auf Wiedersehen auf Kisuaheli - das interkulturelle Lernen hat bereits begonnen ;-))

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