Gestern Abend war ich das erste Mal in der Dunkelheit in Cape Coast unterwegs. Etwas mulmig war das Gefuehl schon, aber da ich mich generell sicher fuehle, war das unangenehme Gefuehl schnell wieder verschwunden. Viel mehr war ich nach wenigen Schritten ausserhalb des Taxis recht bedrueckt. Wir sind einige Meter gelaufen, um unser Ziel zu erreichen und haben uns nicht ganz vorfahren lassen. Das, was wir dann sahen, war ein wenig schoener Anblick.
Ueberall an der Strasse lagen die Menschen auf den Trittsteinen, neben den Abflussrinnen, zwischen den Marktstaenden in Tuecher eingehuellt und versuchten zu schlafen. Sie erinnern an aufgebahrte Leichen. Selbst die kleinsten von ihnen lagen alleine zusammen gekauert unter freiem Himmel. Viele von ihnen scheinen kein festes Dach ueber dem Kopf zu haben oder die kleine Huette ist zu eng fuer eine ganze Familie zum Schlafen. Die Menschen sind den umherfliegenden Moskitos (welche ich bisher kaum mitbekommen habe...) schutzlos ausgeliefert. Ebenso koennen sie schnell von jedem anderen ausgeraubt, verpruegelt, vergewaltigt oder gekidnappt werden.
Dieser Anblick setzte mir schon zu und war das bisher schrecklichste Erlebnis, welches ich erlebt habe. Doch leider muss ich wohl noch von Schlimmerem ausgehen und damit rechnen diesem auch zu begegnen.
Wir in Deutschland koennen froh sein, dass es uns so gut geht. Werdet euch dem Luxus bewusst und geniesst ihn massvoll.
1 comment:
Wow, das so zu lesen hinterlässt ein echt beklemmendes Gefühl!
S.
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