12 September 2010

Oburoni, Oburoni!

Nach einem weiteren langen Flug, vor welchem noch Sarah und Fabian zu uns gestoßen sind, sind wir am Freitagmittag endlich in Accra gelandet und wurden dort auch empfangen. Jedoch mussten wir noch einige Zeit auf unseren Mentor warten und hatten dann Probleme mit dem Kühlwasser, so dass wir erst 3h später auf dem Weg nach Cape Coast waren. Es war eine abenteuerliche Fahrt durch die Stadt und Dörfer auf der Strasse entlang der Küste, welche wir aber gut überstanden und dann spät abends in unsere WGs aufgeteilt wurden. Ich wohne nun mit Kristina, Sarah und Katha zusammen in einem grossen und ehemaligen Guesthouse. Noch ist Sascha, einer der „alten“ Freiwilligen, vor Ort und er hat uns gestern viel geholfen uns in der Stadt zurecht zu finden und uns gezeigt, wo wir welche Sachen kaufen können und was der Preis dafür ist. Auf unserer Tour durch die Stadt sind wir auch auf die anderen Freiwilligen gestossen, welche ebenfalls von einem demnächst ausreisenden Freiwilligen geführt wurden.

Das Laufen in der Stadt war spannend. Menschen überall, hupende Autos dazwischen und jeder will irgendetwas verkaufen. Alle Arten von Waren werden angeboten. Zumeist kann man Lebensmittel kaufen, aber auch Schmuck, Schuhe und diverse Elektrogeräte und Filme werden einem ständig angeboten. Gleichzeitig fiel mir die Armut auf, die viel herrscht. Diese schreckt die Menschen aber nicht von ihrer Fröhlichkeit und Heiterkeit ab. Oft sah man bei den Menschen ein Lächeln und vor allem die Kinder freuten sich uns zu sehen. Manchmal kamen welche angerannt, riefen „Oburoni, Oburoni“ (Weisser/Europäer) und fassten uns an. Andere wiederum beäugten uns skeptisch und sagten kein Wort oder aber sie ignorierten uns ganz.

Es ist eine ganz andere Welt, in der ich nun bin und mich erst einmal zurecht finden muss. Ich falle von der Hautfarbe auf und werde von den Leuten wahrscheinlich gleich in eine Schublade gesteckt. Aber ihnen würde es bei uns in Deutschland nicht anders ergehen. Von daher erfahre ich hier wohl ein ähnliches Gefühl eine auffallende Minderheit zu sein, an die bestimmte Erwartungen gehängt und danach behandelt zu werden. Ich werde es sehen.


Me ho yε (Mir geht es gut)

3 comments:

Imke said...

wow!

es macht spaß von deinen ersten eindrücken zu lesen!
hoffe, es folgen noch viele weitere!
Lass dich ein ....auf dieses abenteuer!

LG aus wie immer rainy Oldenburg!

Anonymous said...

Wie schön das du gut angekommen bist.
Das hört sich alles so wahnsinnig spannend an, mehr davon!
Genieß ein weiteres deiner Abenteuer, wobei dies wohl zu den größeren zählt...
Take care
Jen

M u M said...

Wir freuen uns auf ganz viel mehr von dir!!! Sind fasziniert von dem, was du alles so erlebst,wie du deine Eindrücke schilderst.... und es tut besonders gut, zu wissen, das es dir gut geht!
LG von M u M