31 October 2010

Strandausflug

Am gestrigen Samstag bin ich mit den Mädels, Kathas Besuch und drei ghanaischen Freunden nach Ampenyi an den Ko-Sa-Beach gefahren. Der Strand ist ca. 45min von Cape Coast entfernt und nur über eine abwechslungsreiche Fahrt via mehreren Taxis und Trotros zu erreichen.
Zwar haben wir einen Strand direkt vor der Tür, doch ist dieser sehr mit Leuten bevölkert und recht dreckig. Zudem sind wir mehr oder minder jeden Tag nach der Arbeit dort und so schadet die Abwechslung nicht. Ko-Sa ist wesentlich sauberer und es sind nur wenige Menschen dort, so dass man quasi ungestört ist. Quasi. Zwischendurch kam eine grosse Gruppe Frauen und Kinder an, die sich direkt neben uns gesetzt haben und uns etwas belagerten. Aber sie liessen uns weitgehend in Ruhe und wir konnten den Strand geniessen.
Als Konsequenz ist mein Rücken nun schön rot und brennt ein wenig. Der erste Sonnenbrand in Ghana ;-) Neben dem schönen Strand haben wir auf dem Rückweg einen Affen gesehen. Wir standen an der Strasse, um ein Trotro mit 15 freien Plätzen zu bekommen (letztendlich sind wir auf Trotro und Taxi ausgewichen) und dann kam ein Mann vorbei, welcher einen kleinen Affen auf dem Arm hatte. Nach ein wenig Smalltalk durften die Mädels den Affen füttern und auch kurz halten. Mit etwas Trickserei haben wir am Ende noch eine Polizeikontrolle umgangen, da wir eigentlich eine Person zu viel im Trotro waren und kamen wohl behalten wieder in Cape Coast an.
  
auf dem Weg nach Ampenyi im Trotro 

Strand weit und breit.
Anna mit Affen in der Hand
alle Mann auf der Jagd nach einem Trotro
Wie ich oben geschrieben habe, waren wir mit Ghanaern unterwegs. Langsam ergeben sich scheinbar doch Bekanntschaften und auch Freundschaften, welche nicht nur auf dem Vorteil des Weissen beruhen, den sich Schwarze zu Nutzen machen wollen. Die Jungs sind super drauf und freuen sich, etwas mit uns zu unternehmen. Sie zeigen uns abgelegene Ecken, geben Insidertipps und sorgen sich nachts, dass wir sicher nach Hause kommen. Das einzig merkwürdige an ihnen sind ihre Namen. Wer heisst schliesslich schon Kokosnuss oder Gräte?
Dennoch ist es schön endlich mehr Kontakt zu den Menschen vor Ort zu bekommen und sich nicht nur als Oburoni-Gruppe zu treffen, wobei ich das unter uns VIA-Freiwilligen auch immer noch sehr geniesse.

1 comment:

Insa said...

Straaaaaand! Ich bin neidisch! Nur auf den Sonnenbrand könnte ich verzichten (was ich aber wahrscheinlich nicht geschafft hätte - zu heller Teint für afrikanische Sonne fürchte ich)!
Ich hab gerade ein ruhiges Wochenende genossen und "freu" mich schon wieder darauf, morgen um viertel vor 8 in der Klinik aufzulaufen... Akutes Keinen-Bock-Syndrom, würde ich mal diagnostizieren.

Liebe Grüße!