Es ist ein herrliches Gefühl, wenn man nach einer Reise zurück kommt und sich einfach heimisch und wohl fühlt in seiner Umgebung. So erging es mir gestern Abend, als ich nach meinem Wochenendausflug mit Jasper, Jacob und Fabian wieder in Cape Coast ankam. Wir haben uns am Samstagmorgen mit dem Bus in die Hauptstadt aufgemacht. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten zwecks Pünktlichkeit sassen wir endlich im Bus nach Accra. Die Reise war recht spontan und ungeplant. So hatten wir bei unserer Ankunft noch keine Unterkunft, sondern nur eine Adresse aus dem Reiseführer. Wir hatten alle keine Orientierung in Accra und hofften auf das Beste. Zum Glück trafen wir eine sehr hilfsbereite Frau, die uns vom Trotro bis zum Hostel brachte. Im Anschluss liefen wir durch die Strassen, um die Stadt zu erkunden. Nachdem wir verschiedene Märkte nach Schnäppchen abgelaufen sind, sind wir nach Osu (ein Stadtteil Accras) gefahren, um auf dem Night Market zu essen. Zu späterer Stunde machten wir es uns auf einer Party gemütlich, wobei ich nach dem langen Tag (ich war schon um o4.45 aufgestanden, um rechtzeitig zum Bus zu kommen…) sehr geschlaucht und müde war und die Nacht nicht allzu lang wurde.
Am Sonntag gingen wir es gemütlich an und sind durch die Strassen geschlendert, um kulturelle Eindrücke zu bekommen. Viel haben wir nicht entdecken können. Jedoch sind das Stadion, sowie der Place of Independence mit dem Unabhängigkeitsbogen und dem Black Star beeindruckend. Nachmittags sind wir zur Busstation gefahren, um wieder nach Cape Coast zurückzukehren.
Der Unterschied zwischen dem kleinen Cape Coast und dem riesigen Accra ist beträchtlich. Es sind viel mehr Menschen unterwegs und alles ist noch lebendiger. Man hat keine Orientierung und Überblick über die Gegend (wobei das wohl vor allem daran liegt, dass wir vorher noch nicht in Accra waren) und alles ist weitläufiger und stressiger. Kinder sprechen einen weniger an als in Cape Coast und auch sonst habe ich den Eindruck, dass es anonymer und weniger freundlich zugeht. Accra ist eine tolle Stadt, jedoch muss ich sie mehr kennen lernen, um besser von ihr sprechen zu können.
Von daher war ich sehr froh wieder in Cape Coast anzukommen und habe mich zum ersten Mal so richtig zu Hause gefühlt. Ein Gefühl, dass ich hier so noch nicht hatte, da ich einfach noch nicht wusste, was ich an Cape Coast habe - und das bei nur zwei Tagen Abwesenheit. Es ist zudem ein Zeichen dafür, dass ich nun wirklich in Ghana angekommen bin und mich hier wohl fühle. Cape Coast ist meine neue Heimat geworden, die ich sehr schätze.
Zudem hat Cape Coast seit Freitag eine neue Sightseeingattraktion: Wale. Als wir am Nachmittag am Strand sassen, konnte man dicht unterm Horizont zwei vorbeiziehende Wale sehen. Sie waren zwar kaum zu erkennen, aber dennoch war es eine tolle Sache. Scheinbar kommen sie zu dieser Zeit öfter vorbei und dann auch dichter am Strand, so dass man sie dann besser sehen kann.
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