14 November 2010

Jubiläumswoche Part II

Weiter geht´s mit dem Geburtstag!
Der Clean-Up scheint für Jubiläumsfeiern üblich zu sein. Wir halfen am Regional Hospital direkt am Meer mit dem Rasenmähen und dem Säubern von Beeten. Beim Rasenmähen habe ich mir auch meine kleine Verletzung zugezogen. Da es nur wenige Rasenmäher gibt, welche bei uns Standard sind, werden kurzerhand Macheten zum Schneiden des Grases benutzt. Ich nehme mir also eine Machete und beginne mit nur einer kurzen Einleitung das Schneiden. Es klappt eigentlich ganz gut, ist aber eine anstrengende und kraftraubende Arbeit. Zumal die Hitze und Luftfeuchte bereits morgens um o9oo zu hoch ist, um körperlich zu arbeiten. Dann also passiert es. Ich halte die Machete in der Hand, schlage auf das Gras ein und zack…..es tut weh. Hört sich gerade schlimmer an, als es war. Nein, ich habe mir nicht ins Bein geschnitten, nein, ich habe keinen anderen getroffen, nein, meine andere Hand ist auch noch dran. Ich habe mir lediglich eine grosse Blase am rechten Zeigefinger zugezogen, welche auch kurzerhand geplatzt ist. Zum Glück waren wir am Krankenhaus. Also gleich nebenan ins Familienplanungscenter und verarztet werden. Eigentlich wollte ich nur ein Pflaster. Am Ende wurde die Wunde mit reinem Alkohol desinfiziert (brennt höllisch!), die lose Haut abgeschnitten, Mullbinde mit einer braunen Flüssigkeit getränkt und darauf getan und alles ziemlich schlecht getapt. Einen schönen Verband hatte ich dann da, über den sich meine Lehrerkollegen ziemlich lustig gemacht haben, aber auch Mitgefühl zeigten.
Ein weiterer Clean-Up ging am Freitag auf dem Schulcampus vonstatten. Schliesslich musste für die Jubiläumsfeier alles schön hergerichtet werden. Aufgrund meiner Verletzung konnte ich nicht wirklich mithelfen und war auch ansonsten ziemlich arbeitslos, da alle anderen beschäftigt waren und ihrer Arbeit nachgingen. So machte ich einen kurzen Arbeitstag und verschwand dann schnell wieder.
Samstag war dann der grosse Tag. Die offizielle Feier mit Reden, Tanz, Preisvergabe und Geldeinsammeln stand auf dem Programm. Über vier Stunden sass ich dafür auf meinem Platz und war irgendwann leicht gelangweilt, da es sich in die Länge zog und die Hitze unerträglich wurde. Insbesondere bei den Reden, dem Spendensammeln und der Preisvergabe war es schwierig die Konzentration aufrecht zu halten. Doch auch das nahm ein Ende und so begann der lockere Teil. Hier ein Schnack mit einem Lehrer, dort eine Fotosession mit den Kindern und am Ende ein Erfahrungsaustausch mit einem der Amerikaner, der für wenige Tage in Cape Coast war.

Tanzdarbietung von Schülerinnen

die Schüler auf ihren Plätzen während des Programms

Schüler bei der Modenschau, die ebenfalls während der Feier stattfand

Heute endete die Jubiläumswoche mit einem Gottesdienst. In der grossen anglikanischen Kirche nahm der Grossteil der Schüler Platz und beobachtete Francis beim Dolmetschen in Gebärden. Mittendrin wurden wir Lehrer mit aufgerufen und ich folgte den anderen ahnungslos. Am Ende dieses Teils wurde ich vom Bischof mit Wasser bespritzt und erhielt zusammen mit den anderen einen Segen. Nach vielen Liedern, Gedenken, Beten, einem Abendmahl und Danksagungen kamen wir nach über 3 Stunden aus der Kirche und ich war sehr froh darüber. Der Schulbus brachte uns wieder zu Cape Deaf und dort endete der Tag mit ein wenig Smalltalk und Snacks.

ein Teil meiner Klasse beim Fotoshooting

Morgen ist aufgrund der Feierwoche schulinterner Erholungstag und Dienstag ist muslimischer Feiertag in Ghana. So habe ich nach einer 7-Tage-Woche wenigstens ein verspätetes Wochenende, bevor es am Mittwoch wieder normal mit Unterricht weiter geht.

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