Heute will ich euch mal einen kleinen Vergleich zu den beiden Hauptfortbewegungsmitteln in Ghana zeigen: Taxi und Trotro.
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| Taxi | Trotro |
| Sitzplätze | 4 (mit Stapeln und Kofferraum auch bis zu 8) | 14 (plus Kinder auf dem Schoss und Mate) |
| Arbeitsplätze | 1 Fahrer | 1 Fahrer und 1 Mate (sammelt das Geld ein und sagt dem Fahrer, wo er halten soll) |
| Kosten (für Kurzstrecke) | 40-50 Pesewas (abhängig von der Strecke) für Sammeltaxi; 2 und mehr Cedi für Dropping (Privattaxi) | 35 Pesewas |
| Sammelstellen | Feste Stationen für Sammeltaxen, aber eigentlich überall | Feste Abfahrstationen, sammelt aber überall Menschen ein |
| Strecke | Oft bestimmte Kurzstrecken; für spezielle Wünsche erhöhter Preis | Bestimmte Strecken (kurz und lang), oft über mehrere Stationen |
| Fahrzeiten | Von Sonnenaufgang bis Mitternacht; vereinzelt später; rund um die Uhr bei persönlichem Anruf | Von Sonnenaufgang bis ca 21 Uhr; für Langstrecken auch nachts |
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| Trotro und Taxi unterwegs in Cape Coast |
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| Taxi-Station nach Nkanfoa, der Stadtteil, in dem ich wohne |
Generell lässt sich zu beiden Fahrzeugen sagen, dass sie unterschiedlich gut in Stand gehalten sind. Zumeist handelt es sich um in Europa, den USA oder manchen asiatischen Ländern ausrangierte Fahrzeuge, die nicht mehr durch den TÜV kommen. Hier fahren sie aber noch einige Jahre weiter und werden gut behandelt und mit einfachsten Mitteln repariert. Dennoch sind die Geschwindigkeitsanzeige und der Drehzahlmesser zumeist kaputt. Eine Geschwindigkeit lässt sich also nur erahnen.
Der Taxifahrer und der Mate helfen den Gästen mit schwerem Gepäck und öffnen oft die Türen für die Menschen. Sie sind freundliche und hilfsbereite Menschen, die (fast) immer ein Lächeln auf den Lippen haben. Manche kennen die Stationen der Leute auswendig und halten, ohne dass es angesagt werden muss.
Die Windschutzscheiben sind mit Wimpeln, Deko, Spielkarten und anderem Krams behangen und beklebt. Oft sind sie auch durch Schlaglöcher und Steinschlag gesprungen und die Risse ziehen sich einmal quer rüber.
Auf den Heckscheiben sind gelegentlich religiöse Sprüche oder Ansichten angebracht. Durch diese Aufkleber sowie den Windschutzscheibenbehang lassen sich die Taxen und Trotros einfacher auseinanderhalten.
Anschnallgurte werden nicht bzw. nur bei Polizeikontrollen vom Fahrer benutzt; Kofferräume der Trotros werden mit Bändern verbunden, wenn das Gepäck grösser ist als der Platz ausreichend; manche Fahrer haben kein oder nicht genügend Wechselgeld dabei; selbst schlechteste Strassen werden befahren; die Unterböden setzen öfters mal an Kanten auf.
Die Ausführungen mögen vielleicht etwas merkwürdig klingen und das Mitfahren für gefährlich halten. Jedoch ist noch keines (!) der Fahrzeuge, in dem ich sass auf der Strecke liegen geblieben. Einmal musste der Wagen zum Anspringen angeschoben werden, aber das war es auch. Ich hoffe, dass es weiterhin so bleibt.