06 January 2011

Fufu-Friday

Oder auch Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.
Um etwas mehr Abwechslung beim Mittagessen nach der Schule zu haben und nicht ständig Reis zu essen, habe ich mir den Fufu-Friday auferlegt. Einmal in der Woche Fufu essen. Fufu ist gekochter Yam und Cassava, welche zu einer Art klebrig-zähem Brei gestampft werden. Zum Fufu gibt es dann eine Suppe und etwas Fleisch oder Fisch. Derzeit ist die Erdnusssuppe mein Liebling unter den drei möglichen Suppen und der Fisch ist einfach herrlich. An das Ziegenfleisch wage ich mich nach wie vor nicht so richtig heran und Hühnchen habe ich sonst ständig zum Reis.
Nun sind aber Ferien und ich bin etwas weniger in der Stadt. Ebenso ist eine Woche ganz schön viel Zeit, um wieder auf das Fufu zu warten. So habe ich meine Routine gebrochen und esse auch mal an einem anderen Tag Fufu oder ein zweites Mal in der Woche. Nach anfänglichem Zweifel mag ich Fufu mittlerweile sehr gerne und freue mich regelrecht darauf. Ebenso ist das Benutzen der rechten (!) Hand kein Problem mehr und ich tauche sie nur so in die Suppe ein, da es nämlich kein Besteck fürs Essen gibt. Weiterhin wird Fufu nicht gekaut, sondern gleich runtergeschluckt. Auch das war eine Gewöhnungssache, die kein Hindernis mehr darstellt.
Viele Ghanaer wundern sich darüber, dass ein Weisser in der Chop-Bar sitzt und Fufu isst. Doch dann freuen sie sich und sagen mir, dass ich davon gross und stark werde. Ebenso wollen bekannte Ghanaer nicht glauben, dass ich Fufu esse und das nur mit der Hand. Sie schütteln dann ungläubig den Kopf, lachen und wollen mich zum Fufuessen einladen, um zu sehen, ob ich die Wahrheit erzähle.
Es ist immer wieder ein Erlebnis in einer der Chop-Bars zu sitzen und dort mit den Ghanaern zu essen, beim Fufustampfen zuzusehen und sich ein wenig zu unterhalten.

Make Fufu, not war!

In der Chop-Bar wird Fufu gestampft

Eine Frau verteilt die Suppen zum Fufu

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