30 April 2011

Ferienende

Nach der einwöchigen Voltareise mit Kofi, dem Tag am Strand und einem langen Wochenende mit Besuch aus Takoradi, habe ich noch ein paar Tage Accra bzw. Teshie in meine Ferien gestopft.
Ich habe Luwis in seinem Childrens´ home besucht und nebenbei ein paar Dinge organisiert. So habe ich für die Schule Infomaterialien zu HIV und AIDS besorgt, musste dafür aber einige Stellen in Accra abklappern. Von Unicef zur USAID und der UNAIDS bis hin zur Ghana Aids Commission habe ich die Büros aufgesucht und nach Material gefragt. Am Ende habe ich einige Broschüren bekommen, die ich kaum tragen konnte, da die gute Frau sie mir stapelweise mit gab.
Die zweite Sache, die ich erledigen wollte, waren Fussballtickets für ein Charity-Match. Am African Union Day, dem 25ten Mai, findet nämlich zugunsten des Friedens in Afrika ein Fussballspiel zwischen einer Afrika- und einer Weltauswahl in Accra statt. Leider gibt es keine Karten im Vorverkauf und so muss ich hoffen, dass wir welche am Tag des Spiels bekommen. Ich habe aber Kontakt zu einem der Wachmänner geknüpft, der mir zeitig den Preis mitteilen will und mir beim Kartenkauf helfen will. Ich hoffe, es klappt alles.
Den Rest der knappen vier Tage habe ich in Teshie bei den Kindern verbracht. Am Donnerstag bin ich mit ihnen und einer der Hausmütter an den Labadi Beach gefahren. Die Kinder freuten sich riesig wieder mal an den Strand zu kommen und plantschten die ganze Zeit im Wasser. Sie machten nicht einmal eine Pause bis wir wieder zurück fuhren. Freitag habe ich mit den Kids Stew und Yam gekocht, welches sie sehr mochten und sich darüber freuten. Es schien für sie neu gewesen zu sein.
Zum Abschied haben die Kinder und Luwis für mich gebetet und mir einen Segen mit auf den Weg gegeben, dass ich  gut wieder nach Cape Coast zurück komme. Das ist hiermit eingetroffen. Vielen Dank dafür :-)
Nun kann ich mich noch etwas ausruhen, bevor am Dienstag wieder die Schule startet. Der dritte und letzte Term beginnt für dieses Schuljahr und dann ist mein Jahr hier in Cape Coast auch schon fast vorbei. Vier Monate bleiben mir noch, um alles zu geniessen.

23 April 2011

Osterferien

Die Schulen in Ghana haben vor zwei Wochen ihre Lehrer und Schüler in die Ferien geschickt. Fast vier Wochen Urlaub sind es für alle. Genug Zeit also, um sich Ghana ein wenig näher anzuschauen und die Zeit noch mehr zu geniessen.
Zu Beginn war das mit dem Reisen aber alles noch sehr unklar, da ich keinen hatte, mit dem ich los wollte bzw. die mich mit haben wollten. So schien es auf einen einsamen Urlaub hinauszulaufen. Doch dann hat Kofi beschlossen mich zu begleiten und mit mir in die Volta Region zu reisen. Wir sind über Accra in die Nähe des Volta-Staudamms in Akosombo gefahren und von dort nach Tafi Atome zu den Affen, welche wir füttern konnten. Dann weiter nach Hohoe zum Wli-Fall, dem höchsten Wasserfall Westafrikas, und kurz danach zum höchsten Berg Ghanas sowie einem weiteren Wasserfall  an der Grenze zu Togo. Togolesische Luft haben wir geschnuppert und hätten wohl auch ohne Probleme und ohne Pass (leider immer noch…) über die Grenze gekonnt. Das haben wir dann doch nicht gewagt und sind dann schliesslich nach Accra aufgebrochen, um bei Luwis im Waisenhaus eine Nacht zu verbringen und nicht die ganze Strecke an einem Tag zurückzulegen.
Nach einer Woche waren wir dann wieder zurück in Cape Coast, unserer Heimat. Ein sehr schönes Gefühl wieder zurückzukehren.

Suspension-Bridge über den Volta River in Atimpoku
Affenfüttern in Tafi Atome; sie sprangen einen regelrecht an, um an die Banane zu kommen
Banku mit Okro-Soup haben wir in Hohoe gegessen

Kofi und ich beim Baden im Upper Wli-Fall

In der Volta Region wird mehr Moto als Taxi gefahren. Sehr geil!
Willkommensschild in Liati-Wote

einer der Bäume im Wald zu den Tagbo-Falls

Gestern war ich dann spontan mit Kofi und Dan am Ko-Sa Beach, um den freien Freitag zu geniessen und zu entspannen. Für die beiden Jungs war es schon recht besonders, da sie kaum im Meer badeten bisher, obgleich sie direkt nebenan leben. Aber sie können beide nicht schwimmen und so war es vor allem für Dan sehr aufregend bis zur Brust im Wasser zu stehen. Ich denke, wir werden noch öfters ans Meer fahren und ich kann ihnen dann etwas mehr das Schwimmen beibringen.

Kofi und Dan auf den Felsen am Ko-Sa Beach

zu dritt in der Dämmerung am Atlantik

13 April 2011

Grossstadtsafari

Du hast dich doch sicherlich schon einmal gefragt, welche Tiere hier in Ghana so rumrennen und mir begegnen. Sind sie gross und gefährlich, klein und giftig, glitschig, hässlich oder einfach nur nervig? Naja, es gibt wohl von allem etwas, jedoch sind mir viele, vor allem die grösseren, noch nicht vor die Nase gelaufen. Dafür aber sehe ich in Cape Coast und am Strand aber ständig die gleichen Tiere, welche durchaus nah an den Menschen herankommen. Hier nun ein paar Schnappschüsse.

ein kleiner Hausdrachen

Tarnfarben-Gecko

Rinderwahn?

Krabbenkolonie

Strandschweine

und eine sehr seltene rauchende Krabbe

Die Suizid gefährdeten Rastaschafe habe ich leider noch nicht vor die Linse bekommen. Vielleicht schaffe ich es ja demnächst.

07 April 2011

Die Cholera ist los!

Schon seit ein paar Wochen gibt es immer wieder die Meldungen von Cholera in Ghana. Menschen werden infiziert, schleppen sich ins Krankenhaus und sterben mitunter. Es soll schon über hundert Tote geben, die an der jetzigen Choleraepidemie gestorben sind.
Und was mache ich? Ich gehe trotzdem weiterhin auf der Strasse essen, obgleich ich immer mehr davor gewarnt werde. Ich habe keine Impfung gegen Cholera und betreibe auch keine grossartigen Sicherheitsvorkehrungen. Das einzige ist Hände waschen, zumindest vorm Fufu essen, da ich ansonsten quasi keine Möglichkeit habe mir in der Stadt die Hände in sauberes Wasser zu halten. Bisher geht es mir blendend und ich habe keine Probleme mit der Verdauung. Die Cholera soll aber auch vornehmlich in Accra ihr Unwesen treiben und Cape Coast noch ziemlich verschont sein. Ich hoffe auf das Beste, ändere aber nichts in Hinsicht auf mein Essverhalten. Ich vertraue den Leuten, bei denen ich mein Mittag esse und diese sind meistens auch sehr hygienisch beim Austeilen. Oder könnt ihr eine Ananas klein schneiden ohne das Fleisch zu berühren und ein Brett zu benutzen? Nein, sie tragen keine Handschuhe.
Notfalls gibt es ja auch immer noch das Krankenhaus und Medikamente, die mir bei einer Infektion helfen.
Also, keine Angst. Mir geht es gut.

Heute sind übrigens auch die Ferien gestartet. Knappe 4 Wochen Pause in der Schule wollen überbrückt werden. Ich werde wohl ein wenig reisen. Wohin weiss ich noch nicht genau. Wahrscheinlich aber in die Volta Region und später noch etwas nach Accra, um wieder bei Luwis und seinem Waisenhaus vorbei zu schauen.