04 May 2011

Schlange vor der Küche - Essen gibt es später

Erinnerst du dich noch an die Grossstadtsafari, über die ich vor kurzem geschrieben habe? Über die Tiere, welche mir ständig in der Stadt und am Strand begegnen? Ja? Gut, dann vergiss sie. Heute soll es über die kleinen, nervigen Tiere mit mehr oder weniger Beinen gehen.
Nachdem die Moskitos langsam mehr werden und wir vor einigen Wochen schon mal einen grösseren, schwarzen Skorpion vor der Haustür und einen im Wohnzimmer hatten, lag gestern Nachmittag eine kleine, grüne Schlange (naja, so 30cm hatte sie wohl schon, war aber sehr dünn) vor der Tür zur Küche. Wie sie in das Haus gekommen ist? Keine Ahnung. Was sie da wollte? Noch weniger Ahnung. Ich wusste nur, dass sie da weg muss, damit ich mir mein Essen machen konnte. Da ich auch nicht wusste, was es für eine Schlange ist, ob giftig oder feige, entschloss ich mich für die unangenehmste Weise sie zu beseitigen: Tod aus sicherer Entfernung. Doch zuvor hat Kristina die Schlange im Haus noch fotodokumentiert und ist dabei barfuss um sie herum gelaufen.
Ich zog also eine Jeans über meine Shorts, schlüpfte in meine Winterstiefel (ja, ich benutzte sie dann zum zweiten Mal hier in Ghana, nachdem ich sie das erste Mal im Kakum Nationalpark trug) und fühlte mich so relativ sicher vor einem möglichen Biss. Immerhin war die Schlange ja nicht sehr gross. Mit einem Brett konnte ich sie dann aus sicherem Abstand unschädlich machen. Ich brachte die tote Schlange dann raus und konnte endlich in die Küche und meinen Hunger stillen.

Nach dem anfänglich ruhigen Leben ohne Begegnungen mit möglicherweise giftigen Tieren wird es nun also doch noch ein wenig spannend. Drei Tiere in kurzer Zeit. Ich bin schon auf das nächste Treffen gespannt.

3 comments:

Insa said...

Tierschutzgesetz, §4, Absatz 1
"§ 4
(1) Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. [...] Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat."

Hättest du nicht ne Flasche Schnaps oder so was nehmen können? Das wäre der Schlange gegenüber fairer gewesen :D

Christian said...

Die flasche schnaps für mich oder die schlange? Und hier gilt das gesetz des stärkeren, nicht deutsches recht :-P

Insa said...

Die Hälfte für ihre Betäubung, die andere Hälfte für deine Fähigkeiten;)