28 January 2009

Spontan unkreativ...

Die letzten Tage waren unnatürlich ereignislos. Es gab zwar ein paar Momente, aber die waren nur kurz und eher zum Verdrängen...
Steffi, Maria und Elena sind nun bereits nach Hause zurück. Samstag und Sonntag gingen deren Züge.

Ansonsten läuft mein Praktikum nun auch aus; heute war der vorletzte Tag, da ich morgen frei habe. Als ich heute in der Schule ankam, ging ich mit zum Personaltreffen und dort habe ich dann erfahren, dass in die Schule eingebrochen wurde und ziemlich viele Sachen gestohlen wurden. So müssen die Kinder nun ein paar Tage ohne Filme, PlayStation und ähnliches auskommen.

Heute Abend bekomme ich Pizza zum Abendessen. Idoia und Enric werden morgen zurück nach Barcelona fliegen und machen (spanische?) Pizza. Die nächsten, die verschwinden werden. Ebenso Anna, die auch morgen in den Zug steigt. Die Reihen lichten sich also...

23 January 2009

Das letzte Abendmahl

Jesus war zwar nicht da, aber wir hatten dennoch leckeres Brot und ein wenig Wein. Auch waren wir mehr als 12 und ausserdem ERASMUS-Studenten und keine Jünger.
Aber es war ein trauriger Anlass uns zusammen zu sammeln. Die meisten meiner Freunde hier in Dänemark werden in den nächsten 1,5 Wochen zurück in ihre Heimaten kehren und ich verbleibe mit Marie, Antonio und evtl. Tiziana alleine hier. Naja, und halt den ganzen Dänen drumherum, aber die kenne ich eben noch nicht so gut.

Zurück zum Abendmahl:
Jeder von uns hat was mehr oder minder typisches zu Essen aus seinem Land mitgebracht. Wir sind zwar nur aus 5 verschiedenen Ländern, hatten aber dennoch massig zu essen: Reisbälle aus Italien, Tortillas aus Spanien, Schnitzel, Schlammbowle, Bauernfrühstück und Kartoffelpuffer aus Deutschland, Topfenscharrn aus Österreich und Fastelavnsboller aus 
Dänemark. 
Es wurde ein gemütlicher Abend, an dem zwischendurch auch die Handballergebnisse gecheckt wurden. Deutschland und Dänemark haben gewonnen und treffen nun in der nächsten Gruppenrunde aufeinander!
Maria und Steffi werden die ersten sein, die uns nach Carina verlassen. Bereits morgen Mittag geht ihr erster Zug in Richtung Dresden. Elena wird Sonntagmorgen folgen, aber sie 
hat noch einen mehrtägigen
Zwischenstopp in Amsterdam. So werden wir immer weniger und weniger...

21 January 2009

Eine ganz normale Woche

Diese Woche geht mein Praktikum in der Centerklasse zu Ende, aber noch nicht ganz vorbei, denn in der nächsten Woche werde ich noch im A-nexet sein, einer Art Ganztagsschulbetreuung. Das Praktikum ist immer noch super. Montag haben wir das Pippi Langstrumpf Thema abgeschlossen. Pippi selbst kam aus Schweden mit dem Schiff angereist und hat beim Armdrücken gegen Morten ihre Kraft gezeigt. Zum Schluss gab es Pfannkuchen für alle. Dienstag war ich wieder mit einigen der Schüler schwimmen und heute gab es eine Schnitzeljagd nach den letzten Goldmünzen von Pippi. Es ging mehrmals rund um das Schulgebäude bis wir ihn endlich gefunden hatten.
Morgen werde ich mit Birgit in die "normalen" Klassen gehen und beim Deutschunterricht mitmachen. Mal sehen, wie es wird.

17 January 2009

Pasta al Tiramisu

*gääääähnnnnn*

Ich bin immer noch müde. Gestern war ein harter Tag. Morgens ging es wieder einmal ins Praktikum und ich habe mehr oder weniger den ganzen Tag auf Atidel aufgepasst. Nicht ganz einfach, aber es war ok.

Abends ging es dann auf eine Reise nach Italien ;) Pasta al salmone (mit Lachs) und Tiramisu standen auf dem Kochplan. Um 18oo war dafür treffen bei Elena, wer Tiramisu lernen wollte. Der Pastakochkurs begann um 19oo. Also gegen 18oo vor Elenas Tür gewesen und geklopft, nichts hat sich bewegt. Tür war abgeschlossen, niemand da. Ich habe mich dann kurzerhand auf den Boden vor der Tür gesetzt und gewartet. 5 Minuten später kamen Elena und Tiziana vom Einkaufen zurück. Endlich konnte es losgehen.

Nach ein wenig kochen und den nötigen Erklärungen hatten wir schnell das Essen fertig und auch die letzten Gäste waren angekommen. Ein Rundkreis auf dem Boden und der Festschmaus konnte beginnen.
Wie geplant sind wir dann später gegen Mitternacht aufgebrochen und zur Jungfrau Ane gegangen. Wir waren alle zusammen schon lange nicht mehr bei ihr und da die meisten in den nächsten 2 Wochen nach Hause zurückkehren und somit Dänemark verlassen, wollten wir es noch einmal ausnutzen. Steffi, Maria und Marie hatten keine Lust und sind direkt nach Hause. Somit war ich der einzige Deutsche zwischen 2 Italienern, 4 Spaniern und 1 Dänen. Das Clubbing konnte beginnen und wenn man mit nur Südländern (die Dänen sind die Südländer Skandinaviens ;) ) unterwegs ist, dauert die Nacht ein wenig länger. Gegen 5 sind wir dann aufgebrochen und um halb 7 war ich in meinem Bett.

Heute Abend geht es dann gleich weiter. Stefan feiert seinen Geburtstag. Und bis dahin sollte ich mich noch ein wenig ausruhen. In diesem Sinne: Gute Nacht

14 January 2009

Pfussball und Fannkuchen

Heute war ich in der Z-Klasse, bei den Jüngsten in der Schule. Sie sind auch die Lautesten...aber es geht dennoch, auch wenn es natürlich anstrengender ist, als in den anderen beiden Klassen.

In der Pause war ich mit ihnen draussen und habe Mikkel beim Fussballspielen geholfen. Mikkel kann nicht richtig gehen und sitzt deswegen viel im Rollstuhl. In der Pause wollte er aber unbedingt spielen und dann habe ich ihn rausgenommen und mit den Händen gehalten, weil er dann selbst gehen kann, wenn er jemanden zum Stützen hat. Er hatte richtig viel Spass beim hin und her rennen und ab und an hat er auch mal den Ball beim Schiessen getroffen ;)

Nach der Pause ging es wieder um Pippi. Ich habe Pia beim Pfannkuchen backen geholfen und mit Adam den Teig angerührt. Das erste Ei landete auf dem Tisch und die Schale in der Schale. Dann habe ich die meisten Sachen hinein getan. Als ich einmal kurz weg war, hat Adam dann noch mehr Zucker in den Teig getan. Nur dumm, dass es Salz war und der Teig nicht mehr benutzt werden konnte. Er ist dann zum Film gucken gegangen und ich habe schnell noch einen neuen Teig angerührt. Die Pfannkuchen haben gut geschmeckt und die meisten wurden für den Abschluss am Montag beiseite gelegt.

Wie ihr wohl schon an der Überschrift gesehen habt, vergesse ich einmal mehr langsam mein Deutsch. Ich komme immer mehr ins Dänische, fange an dänisch zu denken und selbst in deutschen Sätzen finden sich gelegentlich dänische Worte nun. Also alles paletti ;)

13 January 2009

Langes Verwöhnwochenende

Alles begann schon am Donnerstag...

Ich habe mich an meinem freien Praktikumstag auf Grund von zu viel Zeit zu Fuss auf den Weg in die Innenstadt gemacht, da ich dort etwas erledigen musste. Nachdem dieses dann auch schnell erledigt war, bin ich wieder zurück gegangen. Auf halber Strecke wohnt ja die Elena und so habe ich spontan bei ihr vorbeigeschaut. Sie hatte gerade die letzten Graphen und Tabellen in ihren Projektbericht eingefügt und somit hatte sie Zeit für mich. Wasser in den Wasserkocher, Knopf auf an und schon gabs Kaffee zum Aufwärmen. Wir haben uns dann einige Zeit nett unterhalten und sind dann auf die Idee gekommen schon für Freitag einzukaufen. Also los zum Fakta und die Liste abgearbeitet. So viel war es eigentlich gar nicht, nur Reis und Hähnchenbrust. Spontan hat Elena dann Lust auf Hamburger bekommen, mich dazu eingeladen und so haben wir dafür auch noch alles mögliche eingekauft. Nach dem Einkaufen noch für ein Weilchen nach Hause, weil Elena noch zur Uni musste und dann wieder abends zu Fuss zu ihr zurück zum Hamburgeressen.

Freitagabend ging das Essen dann weiter. Elena und ich hatten ja ein wenig eingekauft und ausserdem konnte ich endlich meine Meeresfrüchte aus dem Tiefkühlfach nehmen. Elena hat uns dann alle angwiesen, wie man kocht, denn es gab endlich: Pallea! Superlecker mit dem Reis, den Meeresfrüchten, dem Hühnchen und ein wenig Safran. Eine kleine zweite Runde mit den Überbleibseln gabs dann auch noch. Elena gegen Tiziana, Paella gegen Risotto. Trotz gleicher Zutaten (zumindest nach deren Behauptungen) ein unterschiedlicher Geschmack und Farbe, aber auch beides super. Das Essen hat echt Lust auf mehr gemacht, aber irgendwann ist man dann einfach voll und setzt sich zur Ruhe. Bei ein wenig Bier und mehr Wein ging dann der Abend gegen o2 langsam vorüber, aber noch nicht zu Ende. Ich habe Elena mit dem Rad nach Hause begleitet und dann haben wir auch wieder Hunger bekommen. Also machten wir uns die letzten Hamburger warm. Gegen o4 war ich dann auch irgendwann im Bett...

Doch Samstagabend ging es weiter. Nach viel Relaxen tagsüber hatten wir uns bei Marie getroffen. Filmabend im Kinosaal! Und vorher gabs Pizza. Meine Schinken - Hackfleisch - Gorgonzola - Pizza war ok, aber es war nur wenig Gorgonzola drauf....hätte mehr sein können. Nach dem Essen gingen die Filme auf die Leinwand: Superbad, Keinohrhasen und The Italien Job. Es war ein ruhiger Abend, aber erholsam ist etwas anderes, als wieder erst spät ins Bett zu gehen.

So gingen ein paar Tage mit sehr netten Abenden und Leuten vorbei und es gab immer leckeres Essen. Alles in allem eine schöne Verwöhnung für alle :)

Ansonsten gehts mir prima. Mein Praktikum ist weiterhin toll und ich spreche viel und verbesser meine Sprache täglich. Gestern war ich einmal mehr bei Elena auf einen Kaffee. Allerdings erst abends und Tiziana war auch da. Da ich noch kein Abendessen hatte, habe ich kurzerhand Knipp, Knödel und Apfelmus mitgebracht und wir drei haben zusammen gegessen. Es hat den anderen beiden geschmeckt und dann sassen wir auch noch einige Zeit zusammen und haben uns gut unterhalten.

Morgen in der Schule gehts weiter mit Pippi. Montag habe ich Pippi gezeichnet und morgen werde ich hoffentlich Pfannkuchen backen.

07 January 2009

Endlich was zu tun

Und mein Praktikum ist super!

Ich war zwar erst 2 Tage in der Fildstedvejensskole in der Y-Klasse, aber es macht riesigen Spass. Die Y-Klasse ist die mittlere von 3 Klassen mit behinderten Kindern. Die ganz kleinen gehen in die Z-Klasse und die grossen in die X-Klasse. In meiner Klasse sind die Schüler im Alter von 9 bis 12 und haben jegliche Art an Behinderung. Spastiker und Down-Syndrom sind ebenso vorhanden wie Lernschwächen, Konzentrationsstörungen und andere physische und mentale Behinderungen. Also alles durch die Reihe weg und nicht nach verschiedenen Arten getrennt. Die Klassen haben 10 bis 12 Schüler und mindestens 2 betreuende Lehrer, sowie Pädagogen, die sich um Probleme, Toilettengänge und ähnliches kümmern. An meinem ersten Tag zu Beginn des Tages waren wir 6 Betreuende in der Klasse. Nach einer Stunde bin ich dann mit einigen aus der Klasse und aus den anderen Klassen schwimmen gefahren. Es hat super Spass gemacht und die Kinder überraschen einen immer wieder. Zudem sind sie auch sehr zutraulich und schliessen einen gleich ins Herz.
Heute wurde dann das Thema Pippi Langstrumpf eingeführt. Zuerst haben wir einen Pippi-Film gesehen und dann ein paar Spiele dazu gespielt. Man kann bei den einzelnen Aktionen schon sehr die Unterschiede zwischen den Älteren und den Jüngeren, sowie der verschiedenen Behinderungen erkennen. Manchen fällt es recht einfach, anderen muss man die Sachen 10x sagen, bis sie überhaupt reagieren.

Ein wenig Probleme bereitet mir noch die Sprache, aber das sollte sich bald legen, denn jetzt kann ich endlich sprechen und muss nicht nur zuhören. Durch das Sprechen übt man wesentlich schneller und besser und so kann ich nun aufholen ;) Zudem können nicht alle der Schüler richtig sprechen und so muss ich mehr erahnen, was sie von mir wollen. Und wenn ich ihnen etwas sage, verstehen sie es nicht gleich. Also üben, üben, üben.
Als ich heute mit einer der Lehrerinnen gesprochen habe, dachte sie, ich sei aus Norwegen. Also kann mein Dänisch nicht allzu schlecht sein, wenn sie mich immerhin schon verstehen.


Die Freude über das Praktikum wird aber etwas getrübt.
Carina hat gestern ihr Verabschiedungs-Geburtstagsfrühstück gegeben, da sie heute mittag bereits zurück nach Deutschland gefahren ist. Sie wird in 1,5 Wochen nach New York fliegen und dort ein Praktikum absolvieren, so dass sie leider nicht länger bleiben konnte. Und nach und nach werden die meisten anderen auch alle verschwinden :( Nur Marie, Antonio und Tiziana werden mir bis zum Sommer erhalten bleiben. Aber bis sie alle weg sind, wird noch viel gefeiert. Für das Wochenende steht schon wieder einiges an.
Nur so viel wird verraten: das Kochbuch wird erweitert werden ;)

04 January 2009

Happy New Year!

Endlich schaffe ich es, das neue Jahr auch in meinem Blog zu begrüssen.

Am 30ten bin ich mit Insa wieder nach Aalborg gefahren und habe mit ihr, als auch Elena, Steffi und Maria und ihren Gästen und Antonio und Tiziana und deren Gästen Silvester gefeiert. Zuerst waren wir bei mir in der Wohnung und haben neben Chili con carne, welches Insa lecker gekocht hat, ganz viel italienisches Essen gehabt. Pasta al salmone war dabei denke ich der kulinarische Höhepunkt. Superlecker! Gegen halb 12 sind wir dann von uns aus losgegangen, um uns das Feuerwerk in der Stadt anzusehen. Von einem Berg aus hatten wir eine super Sicht und konnten das Feuerwerk geniessen. Es ging eine gute halbe Stunde und war nur von Privatleuten, also nichts grossartig organisiertes. Aber: Wesentlich besser als in Berlin! Die Dänen müssen meiner Meinung nach mindestens das doppelte für Feuerwerk ausgeben als wir Deutschen, zumal sie auch den ganzen Abend schon immer was loslassen und nicht nur zu Mitternacht. Zum Ausklingen sind wir dann zu Elena in die Wohnung gegangen und gegen o5oo waren Insa und ich dann auch wieder zu Hause.
Neujahr mussten wir ein wenig aufräumen, aber das ging auch alles. Abwaschen, Tisch abräumen und Müll wegbringen, das war es mehr oder weniger schon. Die kriminellen Energien vom Silvesterabend, als Insa und ich ungefragt Stühle und einen Tisch aus dem Keller der Uni genommen haben, sind auch wieder verflogen, als wir sie zurück brachten und es niemand mitbekommen hatte.

Freitag sind wir beiden dann nach Lønstrup ans Meer gefahren und haben das Winterwetter genossen. Über Nacht gab es ein bisschen Schnee und so war es noch einmal so schön. Bei frostigen Temperaturen am Strand gehen und den Wind geniessen, als auch wieder zurück dann bei einem Kaffee aufwärmen. Ein herrlicher Tag.
Am frühen Samstagmorgen ist Insa dann wieder aufgebrochen, um mittags mit dem Auto zurück zu sein, da ihre Familie es brauchte. Am Abend war ich dann spontan auf einen Kaffee zu Elena, die wieder mal Langeweile geschoben hatte und wie es so ist, bleibt man dann auch einiges länger, als man denkt...